Gabler Druck- und Werbetechnikbedarf GmbH
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Siebdruck

Der Siebdruck ist ein Durchdruckverfahren, wobei die jeweilige Druckfarbe durch eine Schablone mittels einer Druckrakel auf das Substrat appliziert wird. Die Schablone besteht meist aus einem Aluminiumrahmen, auf dem ein feinmaschiges Polyestergewebe gespannt ist. Dieses Polyestergewebe wird mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtet. Das zu druckende Motiv wird auf ein seitenrichtiges Filmpositiv belichtet und mittels einer UV-Lampe im Sieb belichtet. Auch das direkte Bebildern der Schablone (Computer To Screen) ist möglich. Alle zu druckenden Bildmotive werden aus der lichtempfindlichen Emulsion herausgewaschen, die nicht zu druckenden Stellen werden in der Emulsion gehärtet, also nicht durchlässig gemacht. Ein Vorteil des Siebdrucks besteht darin, dass durch verschiedene Gewebefeinheiten der Farbauftrag variiert werden kann, so dass hohe Farbschichtdicken erreicht werden können.

Der Siebdruck kommt heute meist in spezialisierten Anwendungen zum Tragen, wie z.B. in der Fertigung von Folientastaturen und gedruckten Schaltungen, Sensoren, lichtbeständige Schildersysteme für den Außenbereich, Sicherheitsleitsysteme, Aussendekore, Hohl- und Flachglasanwendungen, Automotive-Artikel, Fleetmarking, Textilien- und Druckveredelung aber auch für Spezialitäten in den Bereichen Haptik und Olfaktorik.

Die Klassiker wie z.B. Aufkleber und Displays werden meist im Digitaldruck gefertigt. Werden allerdings über Jahre lichtbeständige und witterungsbeständige Applikationen gefordert, kommt man um den Siebdruck nicht herum, weil kein anderes Druckverfahren einen so hohen Farbschichtauftrag und Brillanz der Farben gewährleistet.